Organspende- und Patientenverfügung

Hier besteht die Möglichkeit Ihre Patientenverfügung kostenlos online zu erstellen. Mit dem generierten Link von morbedo.com können ihre Vertrauenspersonen, Ihr Arzt und anderen Stellen informiert werden. Bei einem unerwarteten Ereignis wissen die Hinterbliebenen, wie sie zu handeln haben.

Falls Sie bereits eine bestehende Patientenverfügung haben, bieten wir Ihnen ebenfalls die Chance diese hochzuladen und alle Vorteile von morbedo.com zu nutzen (nur als Premium-Mitglied).


  • Jede urteilsfähige Person, auch jugendliche, kann eine Patientenverfügung erstellen. Dies muss auf freiem Willen geschehen und darf nicht unter Druck oder Zwang verfasst werden.
  • Eine Patientenverfügung kann eine Einwilligung oder Ablehnung zur Gewebe-, Organ- oder Zellenspende enthalten. Diese Entscheidung ist allerdings erst ab dem 16. Lebensjahr möglich.
  • Eine Patientenverfügung kommt nur bei Urteilsunfähigkeit zur Anwendung.
  • Eine Patientenverfügung sollte schriftlich erstellt, datiert und handschriftlich bestätigt sein. Es besteht jederzeit die Möglichkeit, die Verfügung zu ändern oder aufzuheben.
  • Einer Patientenverfügung muss Folge geleistet werden; ausser es bestehen Zweifel, dass sie nicht auf freiem Willen erstellt wurde oder sie nicht den gesetzlichen Vorschriften entspricht.
  • Sie sollten sich über die Wichtigkeit und der Aktualisierung der Patientenverfügung im Bilde sein. Es wird empfohlen, die Verfügung zyklisch zu prüfen. Vor allem dann, wenn sich Ihre persönliche Werthaltung oder die gesundheitliche Situation ändern sollte.
  • Bei Ihrer Urteilsunfähigkeit wird Ihre Vertrauensperson informiert und in die Behandlungsplanung einbezogen.
  • Nach der Erstellung Ihrer Patientenverfügung könne Sie diese ausdrucken, unterschreiben und anschliessend auf morbedo.com hochladen. So ist ihr Original immer online abrufbar. Hinterlegen Sie die Originaldatei in Papierformat bei Ihren persönlichen Akten.
  • Informieren Sie Ihren Arzt und Ihre Krankenkasse über die Patientenverfügung. Nutzen Sie dafür unser Link und die Beispiel-Mails. Krankenkasse / Arzt.
  • Tragen Sie Ihre Patientenverfügungsausweis in Kreditkartenformat immer bei sich. Ausweis drucken / bestellen


Beispiel- Ansicht der Patientenverfügung

Ihren persönlichen Link (dieser hier ist nur ein Beispiel) können Sie den gewünschten Stellen weiterleiten.
(Für eine korrekte Darstellung, bitte ausgeloggt betrachten).
https://morbedo.com/pv/dyn/NwPbnbSWUTXQrEtZ

Versuchen Sie doch gleich, wie so ein Link funktioniert:
Im Appstore / Play Store finden Sie unter "QR Scanner" diverse Apps.
QR Code, Mobile Scan

QR Code Scan mit Mobilephones

Auf Wunsch stellen wir Ihnen einen Ausweis für Ihre Geldbörse zu. Im Notfall kann so per QR-Code Ihre Verfügung abgerufen werden.



Beispiel Ansicht leeres Formular



Ersteller: Name Vorname, Geburtstag: 01.01.1980, Heimatort: Musterort



Organspende, Gewebe und Zellen

Organspende bei Tod infolge einer Schädigung des Hirns

Meine Blutgruppe lautet:


Für den Fall, dass nach meinem Tod eine Spende von Organen / Gewebe möglich ist, erkläre ich das Folgende:

JA, ich gestatte dies mit Ausnahme der folgenden aufgeführten Organe und Gewebe:

Nein, ich gestatte keinerlei Entnahmen meiner Organe, meines Gewebe und meiner Zellen zu Spenderzwecken bei Tod infolge einer Schädigung des Hirns.

Mit dieser Einwilligung erkläre ich, dass ich mit der Durchführung medizinischer Massnahmen einverstanden bin, sofern diese die Funktion der betreffenden Organe für die Entnahme erhalten (z.B. Fortführung der begonnenen Therapie trotz aussichtsloser Prognose, Blutentnahmen zur Steuerung der Behandlung oder Verabreichung von Medikamenten zur Erhaltung der Herz-Kreislauffunktion etc.).
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Organspende bei Tod nach einem Herz-Kreislauf-Stillstand

Tritt mein Tod aufgrund eines Herz-Kreislauf-Stillstandes nach wirkungsloser Reanimation ein oder nachdem der behandelnde Arzt entschieden hat, die aussichtslos gewordenen lebenserhaltende Massnahmen zu beenden, erkläre ich, sofern eine Spende von Organen oder Geweben möglich ist, das Folgende:

JA, ich gestatte dies mit Ausnahme der folgenden aufgeführten Organe und Gewebe:

Nein, ich gestatte keinerlei Entnahmen meiner Organe, meines Gewebe und meiner Zellen zu Spendenzwecke bei Tod infolge eines Herz-Kreislauf-Stillstands.

Mit dieser Einwilligung erkläre ich, dass ich mit der Durchführung medizinischer Massnahmen einverstanden bin, sofern diese die Funktion der betreffenden Organe für die Entnahme erhalten (z.B. Fortführung der begonnenen Therapie trotz aussichtsloser Prognose, Blutentnahmen zur Steuerung der Behandlung oder Verabreichung von Medikamenten zur Erhaltung der Herz-Kreislauffunktion etc.).

Patientenverfügung

Erklärung

Ich, Name Vorname, Geburtstag: 01.01.1980, Heimatort: Musterort,
bestimme hiermit, für den Fall, dass ich meinen Willen nicht mehr bilden oder äussern kann:
  • ich mich aller Wahrscheinlichkeit nach unabwendbar im unmittelbaren Sterbeprozess befinde.
  • ich mich im Endstadium einer unheilbaren, tödlich verlaufenden Krankheit befinde, selbst wenn der Todeszeitpunkt noch nicht absehbar ist.
  • infolge einer Gehirnschädigung meine Fähigkeit, Einsichten zu gewinnen, Entscheidungen zu treffen und mit anderen Menschen in Kontakt zu treten, nach Einschätzung zweier erfahrener Ärztinnen oder Ärzte (können namentlich benannt werden) aller Wahrscheinlichkeit nach unwiederbringlich erloschen ist, selbst wenn der Todeszeitpunkt noch nicht absehbar ist. Dies gilt für direkte Gehirnschädigung z. B. durch Unfall, Schlaganfall oder Entzündung ebenso wie für indirekte Gehirnschädigung z. B. nach Wiederbelebung, Schock oder Lungenversagen. Es ist mir bewusst, dass in solchen Situationen die Fähigkeit zu Empfindungen erhalten sein kann und dass ein Aufwachen aus diesem Zustand nicht ganz sicher auszuschliessen, aber unwahrscheinlich ist. *1
  • ich infolge eines weit fortgeschrittenen Hirnabbauprozesses (z. B. bei Demenzerkrankung) auch mit ausdauernder Hilfestellung nicht mehr in der Lage bin, Nahrung und Flüssigkeit auf natürliche Weise zu mir zu nehmen. *2
  • -------------
  • Eigene Beschreibung der Anwendungssituation:

  • *1.) Dieser Punkt betrifft nur Gehirnschädigungen mit dem Verlust der Fähigkeit, Einsichten zu gewinnen, Entscheidungen zu treffen und mit anderen Menschen in Kontakt zu treten. Es handelt sich dabei häufig um Zustände von Dauerbewusstlosigkeit oder um wachkomaähnliche Krankheitsbilder, die mit einem vollständigen oder weitgehenden Ausfall der Grosshirnfunktionen einhergehen. Diese Patientinnen oder Patienten sind in der Regel unfähig zu bewusstem Denken, zu gezielten Bewegungen oder zur Kontaktaufnahme mit anderen Menschen, während lebenswichtige Körperfunktionen wie Atmung, Darm- oder Nierentätigkeit erhalten sind, wie auch möglicherweise die Fähigkeit zu Empfindungen. Wachkoma-Patientinnen oder -Patienten sind bettlägerig, pflegebedürftig und müssen künstlich mit Nahrung und Flüssigkeit versorgt werden. In seltenen Fällen können sich auch bei Wachkoma-Patienten nach mehreren Jahren noch günstige Entwicklungen einstellen, die ein eingeschränkt selbstbestimmtes Leben erlauben. Eine sichere Voraussage, ob die betroffene Person zu diesen wenigen gehören wird oder zur Mehrzahl derer, die ihr Leben lang als Pflegefall betreut werden müssen, ist bislang nicht möglich.
    *2.) Dieser Punkt betrifft Gehirnschädigungen infolge eines weit fortgeschrittenen Hirnabbauprozesses, wie sie am häufigsten bei Demenzerkrankungen (z. B. Alzheimer Erkrankung) eintreten. Im Verlauf der Erkrankung werden die Patienten zunehmend unfähiger, Einsichten zu gewinnen und mit ihrer Umwelt verbal zu kommunizieren, während die Fähigkeit zu Empfindungen erhalten bleibt. Im Spätstadium erkennt der Kranke selbst nahe Angehörige nicht mehr und ist schliesslich auch nicht mehr in der Lage, trotz Hilfestellung Nahrung und Flüssigkeit auf natürliche Weise zu sich zu nehmen.

Krankheit, Urteilsunfähigkeit

Mir ist die Möglichkeit der Änderung und des Widerrufs einer Patientenverfügung bekannt. Ich bin mir des Inhalts und der Konsequenzen meiner darin getroffenen Entscheidungen bewusst. Ich habe die Patientenverfügung in eigener Verantwortung und ohne äusseren Druck erstellt. Ich bin im Vollbesitz meiner geistigen Kräfte.

Zum Zeitpunkt der Erstellung oder der Überarbeitung meiner Patientenverfügung sind mir keine Erkrankung bekannt. Falls meine Urteilsunfähigkeit eintritt, möchte ich vorsorglich Massnahmen treffen.

Zum Zeitpunkt der Erstellung oder der Überarbeitung meiner Patientenverfügung leide ich an nachfolgend aufgeführten Erkrankung. Über den Verlauf und deren Behandlung bin ich informiert:


Freiwillige Angaben!

Ziel meiner medizinischen Behandlung und Pflege

Mit folgenden Einschränkungen kann ich mir vorstellen weiterzuleben:
In folgenden Situationen wünsche ich, dass die medizinischen Massnahmen nicht mehr primär der Lebenserhaltung, sondern der optimalen Beschwerdelinderung dienen sollen:

Hausarzt

Mein Hausarzt ist:







Im Sinne der obenerwähnten Regelung ernenne ich als meine vertretungsberechtigte Vertrauensperson: *3

Ich habe zusätzlich zur Patientenverfügung eine Vorsorgevollmacht für Gesundheitsangelegenheiten erteilt und den Inhalt dieser Patientenverfügung mit der von mir bevollmächtigten Person besprochen:








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*3.) Vertretungsberechtigte Personen

Gemäss Art. 378 ZGB sind folgende Personen der Reihe nach berechtigt, einen urteilsunfähigen Patienten bei einem Entscheid über medizinische Massnahmen zu vertreten:
  • die in einer Patientenverfügung oder in einem Vorsorgeauftrag bezeichnete Person,
  • der Beistand mit einem Vertretungsrecht bei medizinischen Massnahmen,
  • wer als Ehegatte oder eingetragener Partner einen gemeinsamen Haushalt mit der urteilsunfähigen Person führt oder ihr regelmässig und persönlich Beistand leistet,
  • die Person, die mit der urteilsunfähigen Person einen gemeinsamen Haushalt führt;*
  • die Nachkommen;*
  • die Eltern;*
  • die Geschwister.*

* Wenn sie der urteilsunfähigen Person regelmässig und persönlich Beistand leistet respektive leisten.
Meine vertretungsberechtigte Vertrauensperson trifft im Fall meiner Urteilsunfähigkeit repräsentativ für mich die medizinischen und pflegerischen Entscheide.

Sie:
  • erhält Informationen über meinen gesundheitlichen Zustand und über die Prognose zum weiteren Verlauf der Erkrankung,
  • wird bei der Erstellung des Behandlungs- und Betreuungsplans beigezogen,
  • setzt nach bestem Wissen und Gewissen meinen in dieser Patientenverfügung festgelegten Willen durch,
  • ist berechtigt, mich zu vertreten und für die vorgesehenen medizinischen Massnahmen die Zustimmung zu erteilen oder zu verweigern. In medizinischen und pflegerischen Fragen, die diese Patientenverfügung nicht abdeckt, entscheidet meine vertretungsberechtigte Vertrauensperson an meiner Stelle im Sinne meiner Patientenverfügung und gemäss meines mutmasslichen Willens (Art. 378 Abs. 3 ZGB),
  • unter Vorbehalt meiner Anordnungen dieser Patientenverfügung, ist befugt, über die Zustimmung zu einer allfälligen Entnahme von Organen, Geweben oder Zellen zu entscheiden.


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Kann meine genannte vertretungsberechtigte Vertrauensperson ihre Funktion nicht wahrnehmen, sind folgende Personen nach Auflistung berechtigt, die Rolle als Vertrauensperson zu übernehmen.







Weitere Person:







Ich habe meine Patientenverfügung mit den oben bezeichneten vertretungsberechtigten Vertrauenspersonen besprochen und sie haben Kenntnis von der Schriftlichkeit.

Ich habe keine vertretungsberechtigte Person bezeichnet und möchte, dass meine Angehörigen dieses Recht nach Art. 378 ZGB ausüben.

Ich habe keine vertretungsberechtigte Person bezeichnet und möchte nicht, dass meine Angehörigen dieses Recht ausüben. Mir ist bewusst, dass die Erwachsenenschutzbehörde voraussichtlich einen Beistand mit einem Vertretungsrecht bei medizinischen Massnahmen bezeichnen wird, falls über eine medizinische Behandlung zu entscheiden ist, zu der ich mich in meiner Patientenverfügung nicht geäussert habe.

Ich möchte, dass folgende Personen bei meiner Urteilsunfähigkeit mich weder besuchen noch Informationen über meinen gesundheitlichen Zustand erhalten. Ebenso sollen sie auf keine Weise Einfluss nehmen dürfen.
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Medizinische Anordnungen - Festlegung zu Einleitung, Umfang oder Beendigung bestimmter ärztlicher Massnahmen

Wenn ich mich in einer der genannten Situationen befinde, erwarte ich von den behandelnden Personen nachfolgendes Verhalten: Reichen in einer konkreten Situation die Anordnungen meiner Patientenverfügung für eine Entscheidung nicht aus, ist meine vertretungsberechtigte Vertrauensperson befugt, gemäss meinem mutmasslichen Willen den vorgeschlagenen medizinischen Massnahmen zuzustimmen oder diese abzulehnen.

Lebenserhaltende Massnahmen

Ich wünsche,

dass alles medizinisch Mögliche und Sinnvolle getan wird, um mich am Leben zu erhalten.

dass alle lebenserhaltenden Massnahmen unterlassen werden. Hunger und Durst sollen auf natürliche Weise gestillt werden, gegebenenfalls mit Hilfe bei der Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme. Ich wünsche fachgerechte Pflege von Mund und Schleimhäuten sowie menschenwürdige Unterbringung, Zuwendung, Körperpflege und das Lindern von Schmerzen, Atemnot, Übelkeit, Angst, Unruhe und anderen belastenden Symptomen.

Schmerz- und Symptombehandlung *4

Ich wünsche,

eine fachgerechte Schmerz- und Symptombehandlung, aber keine bewusstseins- dämpfenden Mittel zur Schmerz- und Symptombehandlung angewendet wird.

wenn alle sonstigen medizinischen Möglichkeiten zur Schmerz- und Symptomkontrolle versagen, auch bewusstseins- dämpfende Mittel zur Beschwerdelinderung. Die unwahrscheinliche Möglichkeit einer ungewollten Verkürzung meiner Lebenszeit durch schmerz- und symptomlindernde Massnahmen nehme ich in Kauf.

Künstliche Ernährung und Flüssigkeitszufuhr *5

Ich wünsche,

dass eine künstliche Ernährung und Flüssigkeitszufuhr begonnen oder weitergeführt wird, wenn damit mein Leben verlängert werden kann.

dass eine künstliche Ernährung und/oder eine künstliche Flüssigkeitszufuhr nur bei palliativ medizinischer Indikation zur Beschwerdelinderung erfolgen.
Palliative medizinische Betreuung umfasst die Betreuung und die Behandlung von Menschen mit unheilbaren, lebensbedrohlichen und/oder chronisch fortschreitenden Krankheiten. Ziel ist es, dem Betroffenen eine menschenwürdige Lebensqualität bis zum Eintreffen des Todes zu ermöglichen. Eine bestmögliche Linderung von Schmerzen und anderen Belastungen steht dabei im Vordergrund. Sie beugt Leiden und Komplikationen vor und beinhaltet medizinische Behandlungen, pflegerische Interventionen sowie psychologische, soziale und spirituelle Unterstützung am Lebensende.

dass keine künstliche Ernährung unabhängig von der Form der künstlichen Zuführung der Nahrung (z. B. Magensonde durch Mund, Nase oder Bauchdecke, venöse Zugänge) und keine künstliche Flüssigkeitszufuhr erfolgen.

Wiederbelebung *6

Ich wünsche,

alle Versuche der Wiederbelebung.

die Unterlassung von Versuchen der Wiederbelebung.

Nicht nur in den oben beschriebenen Situationen, sondern in allen Fällen eines Kreislaufstillstands oder Atemversagens

lehne ich Wiederbelebungsmassnahmen ab.

lehne ich Wiederbelebungsmassnahmen ab, sofern diese Situationen nicht im Rahmen ärztlicher Massnahmen (z. B. Operationen) unerwartet eintreten.

Künstliche Beatmung

Ich wünsche,

eine künstliche Beatmung, falls dies mein Leben verlängern kann.

dass keine künstliche Beatmung durchgeführt bzw. eine schon eingeleitete Beatmung eingestellt wird, unter der Voraussetzung, dass ich Medikamente zur Linderung der Luftnot erhalte. Die Möglichkeit einer Bewusstseinsdämpfung oder einer ungewollten Verkürzung meiner Lebenszeit durch diese Medikamente nehme ich in Kauf.

Dialyse

Ich wünsche,

eine künstliche Blutwäsche (Dialyse), falls dies mein Leben verlängern kann.

dass keine Dialyse durchgeführt bzw. eine schon eingeleitete Dialyse eingestellt wird.

Antibiotika

Ich wünsche,

Antibiotika, falls diese mein Leben verlängern können.

Antibiotika nur bei palliativ medizinischer Indikation*5 zur Beschwerdelinderung.

keine Antibiotika.

Blut / Blutbestandteile

Ich wünsche,

die Gabe von Blut oder Blutbestandteilen, falls dies mein Leben verlängern kann.

die Gabe von Blut oder Blutbestandteilen nur bei palliativ medizinischer Indikation *5 zur Beschwerdelinderung.

keine Gabe von Blut oder Blutbestandteilen.

Besondere Anordnungen:
*4.) Eine fachgerechte lindernde Behandlung einschliesslich der Gabe von Morphin wirkt in der Regel nicht lebensverkürzend. Nur in äusserst seltenen Situationen kann gelegentlich die zur Symptomkontrolle notwendige Dosis von Schmerz- und Beruhigungsmitteln so hoch sein, dass eine unbeabsichtigte geringe Lebenszeitverkürzung die Folge sein kann.
*5.) Das Stillen von Hunger und Durst als subjektive Empfindungen gehört zu jeder lindernden Therapie. Viele schwerkranke Menschen haben allerdings kein Hungergefühl; dies gilt praktisch ausnahmslos für Sterbende und wahrscheinlich auch für Wachkoma-Patientinnen oder -Patienten. Das Durstgefühl ist bei Schwerkranken zwar länger als das Hungergefühl vorhanden, aber künstliche Flüssigkeitsgabe hat nur sehr begrenzten Einfluss darauf. Viel besser kann das Durstgefühl durch Anfeuchten der Atemluft und durch fachgerechte Mundpflege gelindert werden. Die Zufuhr grosser Flüssigkeitsmengen bei Sterbenden kann schädlich sein, weil sie u. a. zu Atemnotzuständen infolge von Wasseransammlung in der Lunge führen kann.
*6.) Viele medizinische Massnahmen können sowohl Leiden vermindern als auch Leben verlängern. Das hängt von der jeweiligen Situation ab. Wiederbelebungsmassnahmen sind nicht leidensmindernd, sondern dienen der Lebenserhaltung. Gelegentlich kann es im Rahmen von geplanten medizinischen Eingriffen (z. B. Operationen) zu kurzfristigen Problemen kommen, die sich durch Wiederbelebungsmassnahmen ohne Folgeschäden beheben lassen.

Einweisung in ein Spital bei schwerer Pflegebedürftigkeit

Wenn ich unheilbar krank und/oder unabänderlich altersschwach, dauernd bettlägerig, auf fremde Hilfe angewiesen und/oder nicht mehr urteilsfähig bin, möchte ich bei Verschlechterung meines gesundheitlichen Zustandes

keine Einweisung in ein Spital oder Pflegeheim, sofern meine Grundbedürfnisse nach Pflege am aktuellen Ort abgedeckt werden können.

eine Einweisung in ein Spital nur unter der Voraussetzung, dass durch diese Massnahme eine Aussicht auf Verbesserung der Lebensqualität oder Linderung eines akuten Schmerzzustandes oder anderer schwerer Beschwerden besteht.

eine Einweisung in ein Spital.

Besondere Anordnungen:
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Seelsorgerische Betreuung und Sterbebegleitung

Seelsorgerische Betreuung während eines Spital- oder Heimaufenthalts


Während eines Spital- oder Heimaufenthalts wünsche ich von folgendem Seelsorger betreut zu werden:

Ich verzichte ausdrücklich darauf, den Dienst eines Seelsorgers in Anspruch zu nehmen.

Sterbebegleitung


Wenn sich mein Leben seinem Ende nähert, wünsche ich von folgendem Seelsorger begleitet zu werden:
Statt einer religiösen Sterbebegleitung wünsche ich durch folgende mir nahestehende Person begleitet zu werden:

Ich verzichte ausdrücklich darauf, von einem Seelsorger begleitet zu werden.

Religiöse Handlungen kurz vor oder nach dem Tod

Kurz vor oder nach dem Tod möchte ich rechtzeitig die vorgesehenen Handlungen und Rituale meiner Religion / Konfession in Anspruch nehmen. Diese sind:

Ich wünsche ausdrücklich keine religiösen Handlungen kurz vor oder nach meinem Tod.

Sterbeort

Ich möchte, wenn möglich, zu Hause oder zumindest in der mir vertrauten Umgebung wie z. B. im Pflegeheim, in dem ich lebe, sterben.

Ich möchte in einer Institution sterben, in der, wenn möglich, palliativ medizinische Behandlung und Betreuung angeboten wird.

Ich möchte zum Sterben ins Spital gebracht werden.

Besondere Anordnungen:

Wünsche nach meinem Tod

Autopsie

Ich möchte keine Autopsie.

Für die Zwecke der Lehre und / oder Forschung darf eine Autopsie durchgeführt werden. In einem so genannten aussergewöhnlichen Todesfall wird eine Obduktion aus rechtlichen Gründen zwingend durchgeführt (rechtsmedizinische Obduktion), auch wenn die verstorbene Person keine Autopsie wünscht.

Ich stelle meinen Körper nach meinem Tod

nicht für die medizinische Forschung zur Verfügung.

uneingeschränkt für die medizinische Forschung zur Verfügung.

Einsichtnahme in die Patientendokumentation nach meinem Ableben

Folgende Personen dürfen Einblick in meine Patientendokumentation nehmen:

Ich gestatte niemandem Einblick in meine Patientendokumentation.

Verwendung meiner Patientendokumentation für Forschungszwecke:

Meine Patientendokumentation darf unter Einhaltung der Datenschutzbestimmungen für Forschungszwecke verwendet werden.

Meine Patientendokumentation darf nicht für Forschungszwecke verwendet werden.

Entbindung von der ärztlichen Schweigepflicht

Ich entbinde die mich behandelnden Ärztinnen und Ärzte von der Schweigepflicht gegenüber folgenden Personen:

Art meiner Bestattung

Kremation

Erdbestattung

Grab

ein konventionelles Reihengrab

ein Familiengrab

ein Gemeinschaftsgrab

eine Urnennische

Ich möchte an folgendem Ort begraben werden:

kein Grab

eine andere Art der Bestattung:
Abdankung

Ich wünsche:

keine Abdankung

eine Abdankung mit folgender Gestaltung:
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Bestätigung

Diese Patientenverfügung habe ich nach sorgfältiger Überlegung und mit Bedacht sowie im Vollbesitz meiner geistigen Kräfte und im Zustand der Urteilsfähigkeit erstellt. Die Patientenverfügung gilt für den Fall, dass ich nicht mehr in der Lage sein sollte, die Entscheidungen über meine medizinische Behandlung und Betreuung zu treffen, um meinen Willen mitzuteilen. Ich nehme mein Recht wahr, meinen rechtsverbindlichen Willen an die Adresse der Ärzte, der Pflegefachpersonen sowie an vertretungsberechtigte Vertrauenspersonen gemäss Art. 370 und 372 ZGB zu äussern. Mir ist bewusst, dass bei einem Verzicht auf bestimmte medizinische und pflegerische Massnahmen mein Sterbeprozess beschleunigt werden könnte. Bei einem Verzicht auf lebenserhaltende Massnahmen gehe ich dennoch stets davon aus, nach den Grundsätzen der Palliative Care betreut und gepflegt zu werden. Mir ist ebenso bewusst, dass ich nur solche medizinischen und pflegerischen Massnahmen einfordern kann, die nach den Regeln der medizinischen, respektive der pflegerischen Kunst angemessen sind. Für eine gewissenhafte Betreuung, in der ich als Mensch wahrgenommen werde, bin ich dem medizinischen und pflegerischen Personal zu Dank verpflichtet.

Die Anordnungen meiner Patientenverfügung gelten auch, wenn unvorhergesehene Vorkommnisse die Behandlung beeinträchtigt haben wie z. B. bei einem Behandlungsfehler.




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