Testament / Vorsorgeauftrag

Testament

Alle urteilsfähigen und mündigen Personen können ein Testament verfassen. Einiges muss jedoch beachtet werden. Falls das Testament nicht den formellen Vorschriften entspricht, kann es vorkommen, dass es für ungültig erklärt wird. Ein Testament ohne Notar oder Zeugen ist dann rechtsgültig, wenn es handschriftlich verfasst wird und den Richtlinien entspricht. Sie haben die Möglichkeit das Testament bei der zuständigen Amtsstelle des Kantons zu hinterlegen. Je nach Kanton ist das Notariat, das Erbschaftsamt, das Teilungsamt, die Bezirksschreiberei oder der Gerichtspräsident hierfür zuständig. Nähere Auskunft erteilt bei Bedarf die Gemeinde oder das örtliche Gericht. Wir empfehlen den Zuzug eines Notars, der Ihr Testament verfasst und amtlich beurkundet. Der Hinweis auf morbedo.com soll dazu dienen, dass Ihr offizielles Dokument nicht in Vergessenheit gerät.

Aus gesetzlichen Gründen ist eine digitale Speicherung nicht möglich.

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Vorsorgeauftrag

Mit der Erstellung eines Vorsorgeauftrages bestimmt eine handlungsfähige Person eine natürliche oder juristische Person, die im Fall Ihrer Urteilsunfähigkeit die Personensorge oder Vermögenssorge übernimmt oder Sie im Rechtsverkehr vertritt. Der Vorsorgeauftrag muss eigenhändig geschrieben, datiert und unterzeichnet oder öffentlich beurkundet sein. Das Dokument sollte an einer gut auffindbaren Stelle in den Wohnräumen aufbewahrt werden. Ein Eintrag beim Zivilstandsamt (Existenz- und Hinterlegungsort) ist möglich. Der Vorsorgeauftrag ist jederzeit widerrufbar und tritt erst in Kraft, wenn die Urteilsunfähigkeit der verfassenden Person eingetreten und bestätigt ist. Der Vorsorgeauftrag muss nach der Urteilsunfähigkeit durch die KESB überprüft (Validierungsentscheid) werden. Die beauftragte Person bekommt anschliessend eine Urkunde, die ihre Befugnisse regelt.

Hier haben Sie die Möglichkeit, Ihren Vorsorgeauftrag kostenlos als PDF-Datei zu speichern. Bitte beachten Sie, dass die hoch geladene Datei keine rechtliche Relevanz hat. Es soll mit der Massnahme nicht in Vergessenheit geraten. Bedenken Sie, dass Sie entscheiden können, ob Ihre Vertrauensperson den Vorsorgeauftrag vor Ihrer eventuellen Urteilsunfähigkeit einsehen kann.



Plötzlich ist man auf die Hilfe angewiesen, ohne dies vorausgesehen zu haben. Durch eine Krankheit, einen Unfall oder auch altersbedingt kann jede Person schnell auf Dritte angewiesen sein. Bei Urteilsunfähigkeit haben der Ehegatte bzw. die Ehegattin oder die eingetragenen Partner das Recht, die Interessen der urteilsunfähigen Person wahrzunehmen. Wird dies oder kann dies nicht oder nicht mehr von den erwähnten Personen gewährleistet werden, entzieht die KESB diesen die Befugnis, die betroffene Person teils oder gesamt zu vertreten. Mit einem Vorsorgeauftrag kann jede handlungsfähige und volljährige Person bestimmen, welche Person oder welche Fachstelle die persönlichen Angelegenheiten im Falle der eigenen Urteilsunfähigkeit zu regeln hat. Dies schliesst die Verwaltung des Vermögens bis hin zur Betreuung der betroffenen Person ein. Mit einem rechtsgültigen Vorsorgeauftrag können Massnahmen der Erwachsenenschutzbehörden und deren Kosten grösstenteils vermieden werden. Die verschiedenen Aufgaben sollten im Vorsorgeauftrag genauestens aufgeführt werden. Nur so kann gewährleistet werden, dass die Vertreter den persönlichen Wunsch respektieren. Vielfach wird der Hinterlegung des Vorsorgeauftrages zu wenig Beachtung geschenkt. Es ist wichtig, dass der Ort der Hinterlegung beim Zivilstandesamt eingetragen wird und die Vertrauensperson Kenntnis davon hat.


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